| Home | Impressum | Kontakt | News |
Weichen stellen - neue Gemeindekonzeption


Was bleiben will, muss sich ändern

– die Arbeit des Presbyteriums an der neuen Gemeindekonzeption ist zu einem vorläufigen Abschluss gekommen.

 

„Was bleibt, muss sich ändern!“ hieß das Motto der ersten Gemeindeversammlung dieses Jahres am 6. Februar 2011. Schon damals wurde deutlich, dass die Evangelische Kirchengemeinde Porz vor tiefgreifenden Veränderungen steht. Damals war man auseinandergegangen in dem Bewusstsein, dass für das Presbyterium schwerwiegende Entscheidungen anstehen, die den Fortbestand der Gemeinde sichern sollen, die Gemeindeglieder hatten das Versprechen, dass sie zu gegebener Zeit wieder informiert und an den Beratungen beteiligt werden.

In der Zwischenzeit waren mehrere Foren für die verschiedenen Adressatenkreise der Gemeinde angeboten worden, die z.T. auch gut besucht waren. Die Presbyterinnen und Presbyter hatten in anstrengenden und an die Substanz gehenden Beratungen ein Konzept entwickelt und verabschiedet, dass in einem breit getragenen Kompromiss alle Bedürfnisse der Gemeinde und der Leitung aufnahm und Handlungsrichtlinien für die nächsten Jahre aufzeigte. Ein zusätzlicher rascher Handlungsbedarf entstand in den letzten Wochen dadurch, dass Pfarrerin Herrenbrück zum 31.12.2011 die Gemeinde verlassen wird und eine neue Pfarrstelle in Höhenhaus antritt.

Diese Ergebnisse wurden am 18. Oktober 2011 in der Pauluskirche den interessierten Gemeindegliedern vorgestellt. Pfarrer Theobold als der amtierende Vorsitzende des Presbyteriums hatte die Ergebnisse der monatelangen Beratungen anschaulich zusammengefasst, er erläuterte sie in einem kurzen Vortrag, damit viel Raum für Nachfragen und Anregungen blieb.

Die einzelnen Ergebnisse haben wir für Sie in einer Übersicht auf der Seite "Die Entwicklung in den nächsten 10-15 Jahren" zusammengestellt.

Nachdem Pfarrer Theobold seine Erläuterungen abgeschlossen hatte, war nun die Gelegenheit, Rückfragen zu stellen. Die Diskussionsbeiträge berührten dabei Erläuterungswünsche zu Detailfragen, aber auch konkrete Vorschläge wie die Einführung eines Kirchgeldes, wie es in anderen Landeskirchen gebräuchlich ist. Bei allen Beiträgen war zu spüren, dass sich die Anwesenden der Verantwortung für die Zukunft bewusst waren und anerkannten, dass das Presbyterium versucht hatte, einen tragfähigen Kompromiss zu finden. Dankbar nahm aber auch der Vorsitzende die konstruktiven Vorschläge auf und sagte zu, dass sie in die weiteren Überlegungen mit einbezogen werden sollen.

Einen guten Abschluss nahm die Gemeindeversammlung, als Frau Saher einen Gruß von Pfarrerin i.R. Volkmann überbrachte, den das Gremium gerne erwiderte.

 

Zum Schluss entließ Pfarrer Theobold alle mit der Bitte um den Segen für die Menschen und die Gemeinde Porz.

 

Henning Schützendorf


Entwicklung in den nächsten 10-15 Jahren

Im Kern sieht das Konzept folgende Eckpunkte vor:

Pfarrer Garschagen wird bis zu seiner Pensionierung 2015 mit halber Pfarrstelle den Bezirk 1 an der Lukaskirche seelsorgerlich versorgen und einen Teil der Gemeindearbeit übernehmen; den Konfirmandenunterricht wird Pfarrer Daniels abhalten. Dies wird eine Übergangslösung darstellen, weil nach dem Weggang von Pfarrer Garschagen seine Stelle nicht wieder besetzt werden kann, so dass die Neustrukturierung auch in anderen Bezirken unumgänglich ist.

Die tiefgreifenden Veränderungen betreffen den Immobilienbestand der Gemeinde. Beherrschendes Kriterium bei diesen Entscheidungen waren die Überlegungen, wie viele Gebäude die Gemeinde braucht, um ihre Kernaufgaben bewältigen zu können. Mit Erleichterung vernahmen die Zuhörer nun, dass keine Kirche aufgegeben wird. Die Lukaskirche wird zwar eine neue Funktion als Kirche für besondere Gottesdienste bekommen, aber zusammen mit dem Gemeindesaal wird sie eine zentrale Anlaufstelle für Gemeindeleben bleiben.

Überhaupt stand nicht der Ansatz im Vordergrund, Immobilien nur ersatzlos zu streichen, sondern Leitidee war auch, an einigen Stellen so zu investieren, dass besonders wichtige Felder der Gemeindearbeit konzentriert weiter bestellt werden können, so z.B. Jugendarbeit und Kirchenmusik. Der Wegfall unrentabler Gebäude und die Verwertung der „Filetstücke“ unserer Gemeinde setzen Mittel frei, die es gestatten, so zu investieren, dass der Betrieb kostengünstiger erfolgen kann. So soll z.B. in der Umgebung der Markuskirche der Anbau oder Einbau von wenigen Gemeinderäumen erfolgen, der schon lange im Gespräch war. Dafür fallen nach der Pensionierung von Pfarrer Garschagen alle bestehenden Gebäude weg. Diese Grundstücke sind auch nicht zweckgebunden, wie es das neben der Kirche ist.

Auch die Frage der Pfarrhäuser spielt eine wichtige Rolle in diesen Überlegungen. Pfarrhäuser sind auf Bewohnerzahlen zugeschnitten, die nur noch selten erreicht werden, sie sind in der Regel zu groß. Hier sollen in Zusammenarbeit mit den Pfarrstelleninhaberinnen und –inhabern Lösungen gefunden werden, die sowohl die Betroffenen als auch die Gemeinde finanziell entlasten. So ist es im Einzelfall denkbar, dass Pfarrerinnen und Pfarrer in angemieteten Wohnungen wohnen, von wo aus sie in der Gemeinde tätig sind. Die Grundstücke, die in der Regel recht groß sind, können dann verwertet werden.

Das alles wird nicht ohne Auswirkungen auf den Zuschnitt der Bezirke bleiben, auch als Folge der sinkenden Gemeindegliederzahlen. Richtmaß ist dabei die Vorgabe der Landeskirche, die bei 3.000 Seelen pro Bezirk liegt. Bei den Überlegungen des Presbyteriums musste diese Zahl eine Rolle spielen. Ein weiteres wichtiges Kriterium waren die Überlegungen, wie geographische, traditionelle und andere Gegebenheiten so vereinbart werden können, dass möglichst wenig Brüche und Reibungsverluste entstehen; dass es nicht ohne ausgehen wird, dessen waren sich alle bewusst.

Das neue Konzept sieht die Bildung von drei geographischen Bereichen vor, die man mit den Himmelsrichtungen Nord, Ost und Süd in Verbindung bringen kann, neue Namen werden noch gesucht. Diese neuen Bereiche umfassen im Wesentlichen folgende Alt-Bezirke:

 

Nord:

von Porz-Mitte bis Westhoven, zusammengesetzt aus folgenden gegenwärtigen Bezirken

·         Bezirk 5 (2.220 Seelen)

·         nördl. Teil von Bezirk 1 (900 Seelen)

= 3.120 Gemeindeglieder

 

Ost:

von Gremberghoven bis Elsdorf, zusammengesetzt aus folgenden gegenwärtigen Bezirken

·         Bezirk 2 (1.970 Seelen)

·         Bezirk 3 (1.900 Seelen

·         Bezirk 4 (1.780 Seelen)

= 5.650 Gemeindeglieder, verteilt auf 2 Pfarrstellen (je 2.825 Seelen); ggf. wird Pfarrer Daniels bei einem Zuwachs sein Kontingent im Schuldienst noch einbringen können.

 

Süd:

von Langel bis Porz-Mitte, zusammengesetzt aus folgenden gegenwärtigen Bezirken

·         Bezirk 6 (2.350 Seelen)

·         südl. Teil von Bezirk 1 (800 Seelen)

= 3.150 Gemeindeglieder; hier berücksichtigt werden müssen, dass in Zündorf ein Neubaugehbiet für ca. 5.000 Menschen geplant ist, von denen ca. 500 neue Gemeindeglieder sein werden.

Die Krankenhauspfarrstelle wird zusätzlich einen Anteil von Gemeindearbeit bekommen.


[X]
Manguela Fokuhl aktualisiert für die Website freundlicherweise wöchentlich das Ankündigungsblatt "ekip-aktuell"
Diese Seiten wurden zuletzt aktualisiert:Neue Gemeindekonzeption
Forum Männer und Frauen
1. Gemeindeversammlung am 6.2.
Forum Diakonie und Seelsorge
Gottesdienst und Kirchenmusik
1. Jugendversammlung in Porz

[Fenster schließen]

[X]

[Fenster schließen]