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lasen am 11. November 2009 in der Pauluskirche
aus ihrem neuen Buch
Am Porzer Rheinufer findet Pfarrerin Ulla Wolff eine alte Frau an einer Linde erhängt. Bald darauf sucht sie zusammen mit Kriminalhauptkommissar Peter Brandl nach Spuren. Als sich die Todesfälle häufen, stoßen die beiden auf ein dunkles Kapitel der Geschichte, in dem sich das Rätsel um die mysteriösen Morde zu lösen scheint. Diese gruselige Handlung ist der Inhalt des neuen Buches „Zeit der Strafe“ von Cornelia Ehses und Renate Naber. Die beiden Autorinnen haben den ersten Porz-Krimi veröffentlicht, indem zwar alle Orte real, die Figuren und vor allem die Handlung aber glücklicherweise rein fiktiv sind. Bereits im November stellten die Cornelia Ehses und Renate Naber ihr Krimi-Debüt vor. Obwohl die Handlung oft unheimlich anmutet, brauchte das Publikum sich bei der Lesung nicht zu fürchten. Denn „Zeit der Strafe“ weist auch viele amüsante und schlichtweg spannende Passagen auf. Unterstützt wird die fesselnde Geschichte durch die wechselnden Perspektiven; mal wird die Handlung aus Kommissar Brandls Blickwinkel wiedergegeben, mal aus Ulla Wolffs Perspektive und manchmal sogar aus Sicht des Mörders.
Obwohl die Autorinnen die Handlung frei erfunden haben, legten beide Wert darauf, so realistisch wie möglich zu schreiben. Da Renate Nabers Mann Rechtsanwalt ist und Cornelia Ehses’ Bruder als Polizist arbeitet, konnten die Frauen immer wieder überprüfen lassen, ob sich die Geschichte so auch in Wirklichkeit abspielen könnte. „Natürlich haben wir hier und da etwas vereinfacht, aber grundsätzlich ist uns doch eine realistische Darstellung gelungen, was die Abläufe bei der Polizei angeht“, sagt Renate Naber. Diesen Eindruck hat der Kölner Polizeipräsident bereits bestätigt, der von dem Buch begeistert war. Dies verwundert kaum, konnten die Autorinnen aufgrund ihrer Kontakte zur Polizei sich doch sogar den internen Bereich des Polizeipräsidiums ansehen.
Gefunden haben sich die Autorinnen über ihre Berufe. Renate Naber ist als Journalistin für den WDR tätig und hat vor drei Jahren die Lyrikerin Cornelia Ehses in eine Sendung eingeladen. Dabei stellte sich heraus, dass beide gern einen Kriminalroman schreiben wollten. Der Entschluss, sich zusammenzutun war schnell gefasst und da es noch keinen Porz-Krimi gab, fiel auch die Entscheidung für einen Ort und eine mögliche Handlung nicht schwer. In „Zeit der Strafe“ haben die Autorinnen Renate Nabers Idee für eine Handlung aufgegriffen. Die Idee für den zweiten Porz-Krimi, der mehr in Zündorf spielen wird, kam von Cornelia Ehses. Wer nun neugierig geworden ist, kann also nicht nur den aktuellen Porz-Krimi lesen, sondern sich auch gleich auf den Nachfolger freuen – der vielleicht auch wieder mit einer Lesung in der Pauluskirche vorgestellt wird.